Empfehlung für Mobiltelefone

Hallo,

bin gerade dran an einem neuen Kunden (Autohaus).
Die Verkäufer hätte (klar) gerne ein Mobilgerät. Der Wunsch war aber, dass man auch auf ein Headset umschalten kann um am Arbeitsplatz die Hände frei zu haben.

Die Geräte sollte auch einigermaßen ums Haus gut erreichbar sein, d.h. es müssen wahrscheinlich zwei oder Sender angebracht werden. Die Überlegung war auch schon alles mit herkömmlichen Android Handys zu lösen in der Hoffnung, dass es mit dem WLAN gut funktioniert. Oder doch lieber DECT? Im Augenblick werden 8 Mobiltelefone benötigt - möchte aber ein bisschen Luft nach oben haben falls doch noch mehr kommt.

Was würdet Ihr empfehlen für die Technik (DECT, WLAN) und welche Geräte?

Würde die Gigaset-Geräte Sinn geben?
Gigaset N670 IP PRO
Gigaset SL750H PRO inkl. Headset

Vielen Dank für die Tipps
LG Thomas

DECT oder Smartphone? Beides hat seine Berechtigung.
Verkäufer sind ja auch immer gerne für Ihre Kunden rund um die Uhr erreichbar. Da würde ich eher auf Smartphone setzen. Ob per WLAN oder besser LTE hängt dann ein wenig von der LTE-Versorgung ab (und natürlich, ob Cloud oder onsite) bzw. von der Qualität des WLAN. Gerade der Wechsel von einem Access-Point zum nächsten ist bei einigen WLAN-Herstellern nicht gegeben und führt zu unerwünschten Effekten. Für Echtzeitkommunikation also nur bedingt geeignet.

Smartphone hätte sicher den Vorteil, dass die Verkäufer dann auch mal leichter Homeoffice oder so machen können. Zudem ist häufig ein Headset für das Smartphone vorhanden und seit wenigen Wochen kann man aus dem Pascom Desktop-Client ja sogar das Smartphone ansteuern. Also nur noch ein Gerät für alles.

Anders ist es wohl bei den Leuten aus Werkstatt und Lager. Die machen sich ja durchaus auch mal ordentlich schmutzig und wollen ein robustes Gerät (vllt. sogar nach Schutzart IP65). Das schränkt die Auswahl dann schon deutlich ein.

Die N670 dürfte aber für 8 Geräte und Multizelle ungeeignet sein. Hier dann besser die N870 nehmen. Ich selbst habe mit Gigaset an der Pascom keinen Erfahrungen, da gibt es aber sicher Kollegen wie @Rippi beispielsweise, die das schon verbaut haben.

Von meiner Seite aus habe ich immer SNOM (M900 und M65/ M70/M85) genommen. Die laufen überwiegend ganz gut und sind preislich noch erschwinglich.

Mitel könntest Du Dir auch noch ansehen. Yealink aber bitte ignorieren. DAs ist zu groß.

Wichtig wäre dann noch eine gute DECT-Ausleuchtung, vor allem wenn auch der Außenbereich dazu kommt.

So, das sind so meine Überlegungen dazu. Gibt bestimmt noch ein paar Kollegen, die auch Empfehlungen abgeben können.

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Die Anlage soll in der Cloud stehen. Ich schwanke da auch immer noch zwischen Smartphone und DECT. Beim Smartphone muss ich dann aber evtl. nochmal ein paar mehr Lizenzen einplanen.

Laut der Gigaset-Hompage kann der N670 bis zu 20 Geräten und 8 Gesprächen, oder habe ich das falsch gelesen?

Im Normalfall habe ich bis jetzt immer Yealink T46S stehen und als Funktelefon Yealink W52P. Ich schau mir mal noch die Snom an. Die hatte ich früher als Tischtelefone im Einsatz.

Die n670 pro kann, mit aktueller Firmware, zur mini multitelle mit max 3 basen verwendet werden. Pro Basis 8 Gespräche. Max 20 Geräte. Google würde sowas wissen :wink:

8 Gespräche nur bei G.711 bei HD Codecs nur 4 auch die Multizelle braucht einen Kanal bei Synchronisierung über DECT. Gilt aber mehr oder minder für alle Hersteller.
8 Gespräche pro Zelle bei Multizelle.
Die neue Multizelle von Yealink wird aktuell von pascom nicht unterstützt.
Die Snoms muss man mögen.

1 Like

danke für die Rückmeldung.
@Tele-crew: So hatte ich es ja auch gemeint, die Info war ja von der Gigaset Homepage.

Der Kunde hat sowieso nur acht Leitungen, im Augenblick werden es 8 Handset (evtl. werden es vielleicht mal 10 Stück). Im Augenblick hängt noch eine Aastra TK mit zwei DECT-Sender. Ich gehe mal davon aus, dass es dann wieder zwei Sender nach der Ausleuchtung werden.

Dann würde es doch funktionieren 2 x N670 und max. 8-10 x SL750, oder? Oder gibt was anderes mehr Sinn nach Eurer Erfahrung?

Wenn es ältere DECT-Sender sind, kann es sein, dass Du von den neuen mehr brauchst.
Nach der neuen EMV und ENEV dürfen die Dinger nicht mehr so drauf los braten wie früher.
Mann kann sich bei verschiedenen Distributoren und Elektrogroßhändlern Messkoffer leihen.
Da sind Basisstationen mit Stativ und Akku drin und kalibrierte Handteile im Messmodus.
Snom und Gigaset haben auch Videos dazu veröffentlicht, wie genau man so eine Messung durchführt und die Anzahl der Sender errechnet.

Um Deine letzte Frage zu beantworten, ich kenne mich mit Mitel nicht aus. Aber vom Preis-Leitungs-Verhältnis und der Handhabung her ist Gigaset glaub ich die beste Wahl. Snom ist auf seine Art ziemlich gut, man muss die Funktionen wie einen Alarmknopf, Sturzsensor etc. aber auch brauchen, um den Preis zu rechtfertigen. Ist eher was für Pflegepersonal, Gefängniswärter, etc.
Ich denke mit Gigaset bist Du gut aufgestellt ist einfach in der Handhabung, Preiswerte Endgeräte und es ist der einzige Hersteller bei dem Du auch andere GAP-fähige Handsets anmelden kannst. (meist aber nur Telefonie möglich)

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Habe mal eine N670 und ein SL750 bestellt um zu testen

Servus!

Achtung! Wenn Aastra vor Ort ist ist es vermutlich eine bestehende alte “Anlage” Opencom oder Ascotel. Da musst Du aufpassen wegen der DECT Ausleuchtung, da diese den Takt aus der Anlage bekommen und daher auch nicht unbedingt so nah beieinander hängen müssen wie heute. Die heutigen Systeme können sowohl bei Gigaset wie auch bei Snom DECT Sync oder Lan Sync wobei der Lan Sync sehr hohe Ansprüche an Infrastruktur stellt.
Wenn Du DECT Ausleuchtkoffer und Demogeräte bei Snom benötigst melde Dich, dann organisiere ich was.

Grüßle
Christian

Hallo Christian,

vielen Dank für die Rückmeldung. Ja ist eine alte Opencom. Vielen Dank auch für das Angebot mit dem Ausleuchtkoffer.

Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher was ich mache - ob es WLAN mit Smartphones für die Verkäufer werden oder doch DECT mit N670 und SL750. Ich habe es jetzt mal bestellt und zeigen dem Kunden mal beides.

LG Thomas

Ich würde es einfach ausprobieren. Da wo man meint man muss gefühlt 10 Basen aufhängen werden es plötzlich nur 2 und da wo man 2 plant dann 5 oder 6.
Wenn Du eine Basis und ein Mobilteil hast kannst Du ja damit mal testen.

Der Messmodus wird wie folgt aktiviert:

  1. Das Handset muss in der DECT Wolke eingebucht sein
  2. Handset ausschalten
  3. Taste 1 + 4 + 7 gedrückt halten und Handset einschalten
  4. i Service wird angezeigt
  5. Tastenfolge 76200 eingeben
  6. Service Menü wird angezeigt
  7. Option “Metering Mode” aktivieren
  8. Handset ausschalten
  9. Handset einschalten
  10. Messdaten sind nun im oberen Bereich des Displays sichtbar

Hinweis: Der Metering-Mode ist nicht für den normalen Betrieb eines Handsets geeignet. Er muss nach der Messung wieder deaktiviert werden, um Fehlfunktionen am Handset auszuschließen.

Die Messwerte werden im folgenden Format angegeben:

070.0 06 03 100 Wert (Beispiel)
RSSI Freq Timeslot FRAQ Beschreibung

RSSI: Der RSSI Wert bildet die Dämpfungseigenschaften ab. Der Wert darf in einer Installation keinesfalls unter 50 sinken.

FRAQ: Der Wert bildet die Verluste auf der Funkstrecke ab, und zeigt in der Regel 100% an. Der Wert darf normalerweise nicht schwanken und darf keinesfalls unter 95 fallen.

RPI: Der RPI einer Antenne wird auf der Weboberfläche unter “Einstellungen” —> “Netzwerk und Anschlüsse” —> “Basisstationen” in der Spalte “RPN” angezeigt. Hier mit kann die aktuell zugeordnete Antenne des Handsets analysiert werden.

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WOW - vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
Die ist bestimmt auch für sehr viele andere hilfreich